Mitmachen/Sozis sind herzensgut

Geleitet und koordiniert wird die Arbeit vor Ort vom Ortsvereinsvorstand Samtgemeinde Esens. Unser gemeinsames Ziel ist, die Zahl der Mitglieder im SPD Ortsverein Esens deutlich zu erhöhen – jede, jeder kann mitmachen.

Die Qualität der Arbeit unseres Ortsvereins Esens entscheidet über den Erfolg unserer Politik –

das gilt für:

Esens mit Bensersiel
Holtgast mit Damsum, Fulkum, Utgast
Stedesdorf mit Mamburg, Osteraccum, Thunum
Neuharlingersiel  mit Altharlingersiel, Groß-Holum, Hartward, Ostbense
Dunum mit Brill
Moorweg  mit Altgaude, Kloster Schoo, Neugaude, Wagnersfehn, Westerschoo
Werdum mit Edenserloog, Gastriege, Groß Husum, Klein Husum, Anderwarfen, Wallum, Nordwerdum

Deshalb wollen und müssen wir unsere Politik- und Handlungsfähigkeit steigern. Unser Ziel: Mehr aktive und zufriedene Mitglieder zu gewinnen.

Sozialdemokratisches Engagement soll noch besser nach außen sichtbar und wirksam werden. Unser Mitmach-Projekt will die bestehenden Stärken unseres Ortsvereins SPD Esens weiter ausbauen. Unsere Politik soll noch erfolgreicher gestaltet und verwirklicht werden. Denkt bitte alle an das Wahljahr 2006 – der Rat der Samtgemeinde Esens, der Kreistag Wittmund – alles wird sich neu gestalten. Wir müssen präsent und stark bleiben! Jeder ist aufgerufen.

Die SPD in Esens will eine moderne Volks- und Mitgliederpartei bleiben, in der Frauen und Männer aus allen Altersgruppen (auch Jugendliche) und allen gesellschaftlichen Schichten zusammenkommen und gemeinsam Politik machen. Der Ortsverein SPD Esens ist dabei auch immer ein geselliger Ort, denn Politik muss auch Spaß machen. Wir bosseln, unternehmen gemeinsame Fahrten, führen Besichtigungen durch…

Neue Mitglieder treten mit bestimmten Erwartungen in die SPD ein. Sie wollen gestalten, ihre Ideen einbringen, sich engagieren. Diese Möglichkeit eröffnet unser Ortsverein. Er bildet das Rückgrat der Partei. Politik, Kultur, Geselligkeit und Bildung müssen hier eine Einheit bilden.

Die SPD Esens muss aber auch offener für die Menschen werden, die sich nur für einen bestimmten Zeitraum oder auf einem gewissen Themengebiet engagieren wollen. Der Einstieg der Interessierten kann der Besuch unserer Mitgliederversammlungen sein, wo stets aktuelle Themen von Fachvertretern vorgetragen und diskutiert werden.

Ein Anruf bei einem Mitarbeiter des Ortsvereinsvorstandes kann ein erster Kontakt sein (Einen Ansprechpartner finden Sie gleich hier unter diesem Text – rufen Sie mich ruhig mal an!).

Wichtig: Auch Nicht-Mitglieder können in der aktiven Arbeit der SPD Esens mitwirken.

Mit den besten Grüßen,

Fokko Saathoff
Junker-Balthasar-Straße 13
26427 Esens
Telefon (0 49 71) 23 72
Telefax (0 49 71) 9 25 97 10

Email: saathoff@nullt-online.de

Mitglied werden und jetzt in die SPD

https://mitgliedwerden.spd.de/eintritt

Glosse

Sozis sind herzensgut, sie sagen das nur nicht gleich jedem

Martin Kaysh04. April 2017  Vorwärts-Kolumnist

vorwärts-Kolumnist: Kabarettist und Alternativkarnevalist Martin Kaysh aus dem Ruhrgebiet.
Von Arbeiterliedern über ständige Diskussionen bis zum unvermeidlichen Duzen untereinander: Wer als neues Mitglied in die SPD eintritt, sieht sich mit so mancher Besonderheit konfrontiert. Mit diesen Tipps finden sich auch Neuankömmlinge schnell zurecht.

Alle acht Minuten tritt jemand in die SPD ein. Alle elf Minuten verliebt sich ein Single über „Parship“. Das heißt: Alle 88 Minuten verliebt sich ein Single in die SPD, und ich frage mich, ob man demnächst ­Wartemarken ziehen muss, wenn man Mitglied werden möchte.

Gutmütigkeit unter Kohlestaub

Wenn man sich in eine Partei verlieben kann, dann in die SPD. Willkommen, liebes Neumitglied, liebe Neuleserinnen und -leser. Hier schmeiße ich mich ran an die Genossin, den Genossen, mit dem parteiübli­­chen „Du“, wie man es sonst nur von Ikea kennt oder von Paar­situationen, in denen auf das „Du“ ein „Komma, wir müssen reden!“ folgt. Die SPD ist eine Beziehung, in der ständig dieser Satz nach dem Komma fällt. Das unterscheidet sie von anderen Parteien, in denen still abgenickt wird.

Für Neulinge: Sozis sind im Grunde herzensgut, die sagen das nur nicht gleich jedem. Hier im Ruhrgebiet verstecken sie ihre Gutmütigkeit unter ­einer dicken Schicht Kohlenstaub. Keine Ahnung, wo sie den immer noch herbekommen, wo bald die letzte Zeche dicht macht.

Die Angst vor der Niederlage

Zwei Sätze wirst Du oft hören im Ortsverein, der eigentlichen Herzkammer der Partei. Den vor der Wahl: „Das wird nie was!“ Und den nach der Wahl, gern genutzt nach Niederlagen: „Das hab ich Dir gleich gesagt.“ Davon darfst Du Dich als Neumitglied nicht abschrecken lassen. Das ist als Skepsis getarnte Angst vor Niederlagen, die in der Liebe immer drohen.

Der Ortsverein ist auch Bolzplatz. Da wirst Du nicht Weltmeister, aber Du lernst das Kicken, und später noch gibst Du da alles. Mein schönstes Erlebnis dort: Mit dem Lautsprecherwagen im Wahlkampf durch die Quartiere fahren. (Ich war da nicht mal Mitglied.) Ganz großes Kino, wie im Blues-Brothers-Film, als die beiden Musiker auf diese Art für ihr Konzert werben und ein bisschen Weimarer Republik, als noch real die Straße entschied, und nicht die Schnelligkeit auf der Datenautobahn.

„Böse Menschen haben keine Lieder“

Apropos Musik. Genossen, sind gute Menschen (siehe oben). Warum? Die haben eigene Lieder, Arbeiterlieder. Es heißt doch: „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen haben keine Lieder.“ Weshalb es bekanntlich auch keine Arbeitgeber-Lieder gibt. Geschützt von der UNESCO sind Arbeiterlieder Weltkulturerbe, genauer ist es das gemeinsame Singen dieser Titel.

Rheinischer Karneval übrigens auch, allerdings mit einer absurden Begründung: „Das gemeinschaftliche Verzehren von vor allem verderblichen Lebensmitteln ist die ideelle und inhaltliche Grundlage für den Karneval.“ Ich dachte immer, Schnaps wird nicht so schnell schlecht. Oder geht’s um Milchprodukte?

Am 24. September, am Abend der Bundestagswahl, könnt Ihr dann im Ortsverein zwei Weltkulturerbe vereinen, zuerst Arbeiterlieder singen, und dann gemeinsam verderbliche Lebensmittel verzehren. Wobei der Rock ’n’ Roll ausdrücklich dazu gehört, und Milchprodukte auch, oder Cola.